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Durchfall beim Hund – Ursachen, Risiken und Hilfe für Hundehalter

Durchfall beim Hund ist eines dieser Themen, über die niemand gerne spricht, die aber plötzlich sehr präsent werden, sobald sie auftreten. Und während du versuchst, die Lage souverän zu meistern, erinnert dich dein Vierbeiner mit jedem Blick daran, dass selbst die besten Pläne manchmal einfach davonlaufen.

Damit du in solchen Momenten nicht überrascht bist, sondern ruhig und vorbereitet reagieren kannst, findest du in diesem Artikel alles, was du wissen musst: von den Ursachen über den gefährlichen Flüssigkeitsverlust bis hin zu Informationen zu den Maßnahmen, um deinem Hund schnell und sicher zu helfen und ein Rezept für die bewährte Moro´sche Karottensuppe zum Selbermachen.

Warum Hunde Durchfall bekommen können

Der Verdauungstrakt von Hunden ist sensibel und reagiert auf viele Einflüsse. Nicht immer ist sofort klar, was den Durchfall beim Vierbeiner ausgelöst hat. Viele Fälle sind harmlos, andere erfordern eine schnelle Abklärung durch Tierarzt oder Tierärztin.

Durchfall ist also nicht eine einzelne Erkrankung, sondern ein Hinweis darauf, dass im Körper etwas aus dem Gleichgewicht geraten ist. Folgende Ursachen können zum Beispiel als Grund für Durchfall bei der Fellnase in Frage kommen:

Plötzliche Futterumstellung – ein Klassiker beim Thema Durchfall

Eine sehr häufige Ursache von akutem Durchfall beim Hund ist eine abrupte Futterumstellung. Der Magen-Darm-Trakt des Hundes benötigt Zeit, um sich auf neue Inhaltsstoffe im Futter und andere Zusammensetzungen der Produkte einzustellen. Erfolgt der Wechsel zu schnell, reagiert das Verdauungssystem des Vierbeiners häufig mit Durchfall und Bauchschmerzen.

Tipp: Stell das Futter am besten über etwa 7–10 Tage um. Starte z. B. mit 20–25 % neuem Futter und 75–80 % altem Futter. Dann alle zwei bis drei Tage den Anteil des neuen Futters ein bisschen erhöhen. So kann sich der Hundemagen in Ruhe anpassen – und ihr umgeht meistens den Durchfall-Stress.

Fremdkörper und Fehlfresser-Durchfall – Neugier kann wehtun

Ebenso verbreitet ist der sogenannte „Fremdkörper- oder Fehlfresser-Durchfall“. Hunde sind neugierig und nehmen draußen oder zu Hause gelegentlich Dinge auf, die nicht für sie bestimmt sind – alte Lebensmittel, verdorbene Reste, Tischabfälle, aber auch Gras fressen, Holzstücke oder Plastikteile und alles, was der Körper nicht gut verarbeiten kann, kann zu Verdauungsstörungen und Durchfall führen.

Tipp: Achte draußen ein bisschen darauf, was dein Hund „einsammelt“ – viele schnappen aus Neugier einfach alles auf. Übe am besten ein sicheres „Aus“ oder „Lass es“, und biete unterwegs ein paar Alternativen oder Snacks zum Kauen an. So landet weniger Unfug im Hundemagen – und der Fremdkörper-Durchfall hat schlechte Karten.

Stressbedingter Durchfall – wenn die Psyche den Darm beeinflusst

Auch Stress kann Diarrhö auslösen. Veränderungen im Alltag, neue Menschen oder Tiere im Haushalt, ungewohnte Geräusche, ein Umzug oder ein Tierarztbesuch – all das kann die Darmtätigkeit beeinflussen. Die Verbindung zwischen Nervensystem und Verdauungstrakt ist beim Hund stark ausgeprägt.

Tipp: Versuche deinem Hund in aufregenden Phasen ein bisschen Extra-Sicherheit und Routine zu geben. Halte feste Abläufe ein, biete einen ruhigen Rückzugsort an und plane bei größeren Veränderungen genug Zeit zum Ankommen ein. Kleine Entspannungsrituale – wie ein kurzer Kuschel-Moment oder ein ruhiger Spaziergang – können helfen, den Stresspegel zu senken und damit auch den stressbedingten Durchfall in Schach zu halten.

Parasiten – kleine Plagegeister mit großer Wirkung

Ein weiterer wichtiger Punkt sind Parasiten. Besonders Giardien, aber auch Spul-, Haken- und Peitschenwürmer verursachen wiederkehrenden oder anhaltenden Durchfall. Eine Kotuntersuchung beim Tierarzt schafft hier schnell Klarheit.

Tipp: Lass den Kot deines Hundes regelmäßig checken – am besten ein paar Mal im Jahr oder wenn der Durchfall einfach nicht weggehen will. So merkt man schnell, ob Giardien oder andere Würmer dahinterstecken. Und je früher man’s weiß, desto schneller kann man dagegen vorgehen und dem Bauch durch geeignete Behandlungsmöglichkeiten wieder Ruhe gönnen.

Magen-Darm Infektionen – von harmlos bis gefährlich

Eine Magen-Darm Erkrankung durch Viren oder Bakterien können ebenfalls Ursachen für Durchfall sein. Einige sind vergleichsweise mild, andere – wie beispielsweise Parvovirose – können schwerwiegend sein, insbesondere für Welpen oder ungeimpfte Hunde.

Tipp: Achte darauf, dass dein Hund gut geimpft ist und meide Kontakt zu offensichtlich kranken Tieren. Wenn dein Vierbeiner plötzlich starken oder blutigen Durchfall bekommt, besonders als Welpe, lieber schnell zum Tierarzt – Infektionen durch Viren oder Bakterien können harmlos sein, aber eben auch richtig ernst werden und die Magen-Darm-Funktion beeinträchtigen. So bist du auf der sicheren Seite.

Chronische Ursachen – wenn der Durchfall nicht mehr aufhört

Chronische Ursachen wie Futtermittelallergien, Unverträglichkeiten oder Erkrankungen innerer Organe (Bauchspeicheldrüse, Leber, Nieren, entzündliche Darmerkrankungen wie IBD) sollten ebenfalls in Betracht gezogen werden, wenn der Durchfall über längere Zeit besteht oder immer wiederkehrt.

Tipp: Wenn der Durchfall immer wiederkommt oder wochenlang anhält, lass am besten einmal gründlich beim Tierarzt durchchecken, ob Allergien, Unverträglichkeiten oder andere Grunderkrankungen dahinterstecken. Oft hilft schon ein spezielles Futter oder eine gezielte Behandlung – Hauptsache, man findet endlich die Ursache, statt nur die Symptome zu bekämpfen.

Der gefährliche Aspekt bei Durchfall: Hund und Flüssigkeitsverlust

Hat der Hund Durchfall verliert der Körper deines Vierbeiners nicht nur Wasser, sondern auch wichtige Mineralstoffe und Elektrolyte. Dieser Flüssigkeitsverlust ist oft das größte Risiko, besonders wenn der Kot sehr wässrig ist oder zusätzlich Erbrechen auftritt. Ein Hund kann durch den Durchfall innerhalb kurzer Zeit in ein gefährliches Defizit geraten, das eine schnelle Behandlung erfordert.

Anzeichen für eine beginnende Dehydration sind:

  • trockene Schleimhäute
  • eingesunkene Augen
  • Teilnahmslosigkeit oder Schwäche
  • verlangsamte Hautrückbildung (Hautfaltentest)
  • stark verminderte Trinklust

Welpen, Senioren, kleine Hunderassen und ohnehin geschwächte Hunde sind besonders anfällig für die Folgen von Durchfall. Bei ihnen kann Flüssigkeitsverlust sehr schnell zu ernsthaften Kreislaufproblemen führen. Hier gilt: je früher man eingreift, desto besser.

Achtung: Wenn ein Hund trotz Durchfall nicht trinken möchte, ist das ein Warnsignal und er sollte tierärztlich untersucht werden. In manchen Fällen sind Infusionen nötig, um den Flüssigkeitshaushalt zu stabilisieren.

Was du tun kannst: sinnvolle Maßnahmen bei akutem Durchfall

Sobald du feststellst, dass dein Hund Durchfall hat, solltest du zunächst beobachten, wie es ihm insgesamt geht. Wirkt er munter, interessiert und trinkt er normal, kannst du vorsichtig erste Maßnahmen zu Hause versuchen. Scheint er jedoch matt, verweigert er Wasser oder hat er starke Bauchschmerzen, ist ein Tierarztbesuch dringend angeraten.

SOFORT zum Tierarzt bei:

  • Blut im Kot
  • sehr wässrigem Durchfall
  • Erbrechen + Durchfall
  • Verdacht auf Gift
  • starkem Flüssigkeitsverlust
  • Apathie
  • schmerzhaftem Bauch
  • Welpen mit Durchfall

Innerhalb von 24 Stunden:

  • Durchfall länger als 24 Stunden
  • Fieber
  • Schleim im Stuhl
  • ungewöhnlicher Geruch (faulig, sehr stark)

Du kannst 12–24 Stunden beobachten, wenn:

  • dein Hund fit ist
  • trinkt
  • frisst
  • keine weiteren Symptome zeigt

Hinweis: Dies ist keine allgemeingültige Regel und ersetzt keine tierärztliche Untersuchung. Hier kann geklärt werden, ob es sich um Dünndarm– oder Dickdarmdurchfall, eine akute Krankheit oder eine Grunderkrankung handelt. Bei Durchfall sollte aus diesem Grund im Zweifelsfall immer ein Tierarzt hinzugezogen werden.

Experten-Tipp bei Durchfall beim Hund: Moro’sche Karottensuppe

Die Moro’sche Karottensuppe ist ein bewährtes Hausmittel, das du ganz einfach selbst zubereiten kannst. Sie unterstützt den Darm bei Durchfall und Magen-Darm-Beschwerden, indem spezielle Zuckerstoffe aus den lange gekochten Karotten die Darmschleimhaut schützen und schädliche Bakterien am Andocken hindern.

So geht’s: Rezept für Karottensuppe nach Moro

Schäle etwa 500 g Karotten und schneide sie klein. Koche sie mit 1 Liter Wasser mindestens 90 Minuten sanft – die lange Kochzeit ist entscheidend für die Wirkung. Anschließend pürierst du die Karotten samt Kochwasser fein und füllst bei Bedarf mit abgekochtem Wasser auf, bis eine suppige Konsistenz entsteht. Die Suppe vor dem Füttern vollständig abkühlen lassen. Optional kannst du für erwachsene, gesunde Hunde eine kleine Prise Salz hinzufügen (für Welpen bitte weglassen).

Fütterung: Biete die Suppe mehrmals täglich in kleinen Portionen an – je nach Größe des Hundes etwa 1–6 Esslöffel pro Mahlzeit. Sie kann pur oder unter Schonkost gemischt gefüttert werden und eignet sich besonders bei akutem Durchfall, weichem Kot, stinkenden Blähungen oder nach Stress und Futterumstellungen.

Wichtig: Die Moro’sche Karottensuppe ist eine unterstützende Maßnahme zum Selbermachen und ersetzt keine tierärztliche Behandlung, vor allem nicht bei Welpen, Senioren oder bei anhaltenden und schweren Symptomen.

Schnelle Hilfe bei Durchfall und Magen Darm Problemen

Eine kurze Pause von der Fütterung kann bei erwachsenen Hunden hilfreich sein, um den Magen-Darm-Trakt zu entlasten. Eine Fastenzeit von etwa 6–12 Stunden ist in der Regel ausreichend. Welpen sollten hingegen niemals fasten, da ihr Energiebedarf kontinuierlich gedeckt werden muss.

Anschließend empfiehlt sich bei Durchfall die Gabe von Schonkost. Diese ist leicht verdaulich und hilft dem Darm, sich zu beruhigen. Gekochtes Huhn mit Reis, Kartoffeln oder mageres Rinderhack eignen sich gut, ebenso wie Hüttenkäse oder Magerquark in kleinen Mengen. Schonkost sollte zunächst in kleinen Portionen angeboten und bei Verträglichkeit langsam gesteigert werden.

Eine bewährte Unterstützung bei Durchfall ist die Morosche Karottensuppe. Sie wird aus lange gekochten Karotten hergestellt, die Stoffe freisetzen, die sich schützend auf die Darmwand legen. Diese Suppe kann zum Beispiel bei leichten, nicht infektiösen Durchfällen sehr wirksam sein und die Gesundheit des Tieres fördern.

Probiotika für Hunde vom Tierarzt sind ein weiterer hilfreicher Baustein. Sie unterstützen die natürliche Darmflora und helfen dem Körper, sich schneller zu regulieren. Besonders nach Stress oder leichten Magen-Darm-Infekten können sie den Verlauf bei Durchfall positiv beeinflussen.

Parallel dazu muss man als Hundebesitzer unbedingt darauf achten, dass das Tier bei Durchfall ausreichend trinkt. Frisches Wasser sollte jederzeit verfügbar sein. Manchen Hunden fällt es leichter zu trinken, wenn das Wasser leicht angewärmt wird oder du etwas ungesalzene Brühe (z. B. aus Hühnerfleisch) unterrührst. Bei deutlichem Flüssigkeitsverlust ist eine Elektrolytlösung sinnvoll – allerdings nur solche, die für Hunde geeignet ist.

Wenn du merkst, dass der Durchfall nicht besser wird, Blut beigemischt ist, Erbrechen hinzukommt oder dein Hund schwach wirkt, solltest du nicht zögern und den Tierarzt aufsuchen. Oft reicht eine Untersuchung mit anschließender Behandlung, manchmal eine Analyse der Ausscheidung, in bestimmten Fällen auch eine Blutuntersuchung oder ein Ultraschall, um die Ursache sicher zu bestimmen.

Gerade bei Welpen und jungen Hunden gilt: Durchfall ist nicht auf die leichte Schulter zu nehmen. Ihr kleiner Körper verliert schnell Flüssigkeit, und die Abwehrkräfte sind noch nicht stark genug, um Infektionen gut abzufangen. Deshalb sollten Welpen mit Durchfall grundsätzlich dem Tierarzt vorgestellt werden, vor allem, wenn er länger als wenige Stunden anhält.

Vorbeugung: Wie du Durchfall beim Hund vermeiden kannst

Ganz verhindern lässt sich Durchfall beim Hund meiner Erfahrung nach nicht, aber du kannst das Risiko deutlich reduzieren. Eine konstante Ernährung, hochwertige Futtermittel, ein langsamer Wechsel des Produktes und die Vermeidung von Essensresten helfen enorm.

Regelmäßige Kotuntersuchungen sind sinnvoll, um Parasiten frühzeitig zu erkennen. Achte darauf, dass dein Hund draußen nichts aufnimmt, und vermeide stehende Gewässer, die Keime enthalten können. Eine gute Hygiene rund um die Futter- und Wassernäpfe ist ebenfalls wichtig, um die Gesundheit deines Hundes bestmöglich sicherzustellen.

Beobachte deinen Hund aufmerksam, vor allem, wenn etwas Ungewöhnliches passiert ist – ein neues Futter, ein aufregender Tag, ein Ausflug an unbekannte Orte. Je schneller du Veränderungen im Kotabsatz erkennst, desto besser kannst du bei ernsten Erkrankungen eingreifen.

Fazit: Akuter Durchfall beim Hund

Durchfall beim Hund ist ein häufiges, aber vielschichtiges Symptom. Die Ursachen reichen von harmlosen Magenverstimmungen bis hin zu ernsten Erkrankungen. Entscheidend ist, den Allgemeinzustand des Hundes genau zu beobachten und frühzeitig auf Warnsignale wie zum Beispiel starken Flüssigkeitsverlust, Apathie oder blutigen Durchfall zu reagieren.

Eine zu schnelle Futterumstellung bringt den Darm leicht aus dem Gleichgewicht, ebenso wie Fremdkörper oder ungeeignete Dinge, die Hunde unterwegs oder zu Hause verschlucken. Auch Stress wirkt sich stark auf die Verdauung aus und kann akuten Durchfall auslösen. Häufig stecken bei Durchfall außerdem Parasiten, wie Giardien oder Würmer, als Ursache dahinter. Infektionen durch Viren oder Bakterien reichen von harmlos bis gefährlich, besonders für Welpen. Wenn der Durchfall lange anhält oder Symptome wiederkehren, kommen chronische Ursachen wie Allergien, Unverträglichkeiten oder Erkrankungen von Organen und Darm in Frage.

Mit dem Wissen über mögliche Ursachen, die Bedeutung des Flüssigkeitshaushalts und die bewährten Maßnahmen zur Unterstützung kannst du deinem Hund in den meisten Fällen gut helfen. Und wenn die Situation unklar oder bedenklich ist, ist der Tierarzt immer die sicherste Wahl.

FAQ: Hund hat Durchfall – Häufige Fragen, Ratgeber & hilfreiche Antworten

Was hilft schnell bei Durchfall beim Hund?

Bei akutem, unkompliziertem Durchfall hilft häufig eine Kombination aus Ruhe, Schonkost und ausreichender Flüssigkeitszufuhr aus. Eine kurze Futterpause von etwa 6–12 Stunden (nur bei erwachsenen Hunden) kann sinnvoll sein, um den Magen-Darm-Trakt zu entlasten. Anschließend unterstützen leicht verdauliche Lebensmittel wie gekochtes Huhn mit Reis oder die Morosche Karottensuppe die Regeneration des Darms. Zusätzlich können durch Tierärzte empfohlene Probiotika den natürlichen Aufbau der Darmflora oder eine Darmsanierung beschleunigen.

Wenn der Hund jedoch apathisch wirkt, Flüssigkeit verweigert, Erbrechen hinzukommt oder Blut im Kot sichtbar ist, sollte der Tierarzt sofort aufgesucht werden.

Was festigt den Stuhl beim Hund?

Eine schonende, gut verdauliche Ernährung stabilisiert den Darm am zuverlässigsten. Häufig bewährt haben sich:

  • gegartes Hühnchen mit Reis,
  • Kartoffeln,
  • Morosche Karottensuppe,
  • Hüttenkäse oder Magerquark in kleinen Mengen.

Darüber hinaus können speziell für Hunde entwickelte Präparate mit Probiotika oder Heilerde unterstützend wirken. Wichtig ist, dass bei Diarrhö keine aggressiven Hausmittel, Gewürze oder Medikamente für Menschen eingesetzt werden, da diese zu Komplikationen führen können.

Was kann ich meinem Hund geben, um seinen Durchfall zu stoppen?

Der Hund hat Durchfall: Du kannst deinem Hund Schonkost, viel frisches Wasser und – nach Rücksprache mit einem Tierarzt – geeignete tiermedizinische Probiotika geben. Auch die Morosche Karottensuppe ist ein etabliertes Hausmittel, das gut vertragen wird und zur Stabilisierung beiträgt.

Medikamente sollten niemals ohne tierärztliche Empfehlung verabreicht werden. Insbesondere Produkte und Mittel gegen Durchfall für Menschen (z. B. Loperamid) können für Hunde gefährlich sein.

Tritt der Durchfall sehr plötzlich, stark oder mit weiteren Symptomen auf (Erbrechen, Apathie, Blut im Kot), ist das ein Zeichen dafür, dass der Hund tierärztlich untersucht werden muss.

Was kann ich tun, wenn mein Hund Durchfall hat?

  1. Allgemeinzustand prüfen: Wirkt der Hund fit oder abgeschlagen?
  2. Flüssigkeit sicherstellen: Wasser oder ggf. ungesalzene Brühe anbieten.
  3. Schonkost einführen: Huhn-Reis, Kartoffeln oder Morosche Karottensuppe.
  4. Stress reduzieren: Ruhe und Entspannung fördern.
  5. Probiotika geben: idealerweise vom Tierarzt empfohlen.
  6. Gefährliche Ursachen ausschließen: Hat der Hund etwas Verdorbenes oder Giftiges gefressen?

Wichtige Informationen: Wenn der Durchfall länger als 24–48 Stunden anhält, zusätzliche Symptome auftreten oder es sich um einen Welpen handelt, sollte der Hund vom Besitzer zeitnah tierärztlich vorgestellt werden. Hier wird geklärt, ob es sich um Dünndarm- oder Dickdarmdurchfall handelt und welche Behandlung erforderlich ist.

Was festigt den Stuhl bei Hunden?

Stuhl wird durch leicht verdauliche, gegarte und fettarme Lebensmittel gefestigt, die Magen und Darm nicht weiter belasten und die Darmbewegung erleichtern. Dazu gehören:

  • gekochter Reis
  • gekochte Kartoffeln
  • Morosche Karottensuppe
  • mageres, gekochtes Hühnchen

Hilfreich für die Konsistenz und Kotabsatz ist, neben Schonkost, außerdem ein sanfter Aufbau der Darmflora über Probiotika.
Eine ausreichende Flüssigkeitszufuhr bleibt in jedem Fall entscheidend, damit der Körper stabil bleibt.

Wie lange darf ein Hund Durchfall haben?

Ein erwachsener Hund darf maximal 24–48 Stunden leichten Durchfall haben, solange er:

  • normal trinkt,
  • nicht erbricht,
  • wach und ansprechbar ist,
  • keinen blutigen oder pechschwarzen Stuhl zeigt.

Bei Welpen, Senioren oder Hunden mit Vorerkrankungen oder Krankheiten sollte Durchfall immer am selben Tag durch einen Tierarzt oder eine Tierärztin abgeklärt werden. Eine Hundekrankenversicherung kann in einigen Fällen helfen, die Kosten in Grenzen zu halten.

Wenn der Durchfall bei deiner Fellnase länger anhält, mit auffälliger Häufigkeit wiederkehrt oder von Symptomen und Anzeichen, wie zum Beispiel Erbrechen, Fieber, Apathie oder starkem Flüssigkeitsverlust begleitet wird, ist eine tierärztliche Untersuchung und eventuelle Behandlung unverzichtbar.

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